Astrologie – Humbug oder echte Lebenshilfe?

Zum Thema Astrologie ist schon viel Tinte geflossen. Dabei halten sich Skeptiker und Verfechter der Kunst der Sternedeutung die Waage. Sicher hat die sogenannte Trivial-oder Vulgärastrologie, wie man sie in Zeitungen und Zeitschriften findet, dazu beigetragen, dass viele die Astrologie als reine Unterhaltung auffassen und keinen ernsthaften Zusammenhang zum Menschen, seinen Eigenschaften und seinem Schicksal sehen. Dieses verzerrte Bild wird aber der seriös ausgeführten astrologischen Analyse nicht gerecht. Denn die moderne Astrologie geht nicht mehr davon aus, dass durch den Stand der Gestirne zum Zeitpunkt der Geburt der Lebensweg eines Menschen unwiderruflich festgelegt wird, sondern befasst sich mit der Qualität dieses spezifischen Zeitpunktes. Die Auswertung der vielfältigen Aspekte, die durch die Erstellung eines individuellen Horoskops möglich sind, stellt ein wirksames Werkzeug dar, mit dem jeder seine Anlagen und Eigenschaften fördern und in positiver Weise einsetzen kann. Dadurch kann man positiv auf den Verlauf seines Lebens einwirken, denn es ist unumstritten, dass die Persönlichkeit des Menschen sein Schicksal beeinflusst.

Die Astrologie im Wandel der Zeit

Ursprünglich waren Astronomie, die sich auf die wissenschaftliche Beobachtung der Sterne konzentriert, und die Astrologie, die versucht, den Sinn der rhythmischen Bewegung der Gestirne zu deuten, undifferenziert miteinander verbunden. Im Altertum war man der Auffassung, dass die Sterne göttliche Gestalten darstellten, deren Deutung mit dem Schicksal des Kollektivs verbunden ist. Aus diesem Grund sprach man von „Staatsastrologie”. Diese Art der Interpretation war sowohl im Alten Ägypten als auch in Babylonien gebräuchlich. Auch die Kultur der Sumerer war eng mit den Gestirnen verbunden. Erst viel später, ab Mitte des 1. Jahrtausend v. Chr. setzte sich der individualistisch geprägten Kultur Griechenlands die Meinung durch, dass mit Hilfe der Sterne das Schicksal jedes Individuums beschrieben werden kann. Hier galt der Leitspruch „wie oben so unten”, was bedeutet, dass sich die kosmischen Zusammenhänge auf der Erde widerspiegelten. Die Bedeutung der Astrologie verlor während der zunehmenden Christianisierung in Europa an Bedeutung, erst im Zeitalter der Renaissance erweckte die Astrologie wieder neues Interesse und war als Wissenschaft anerkannt. Zu dieser Zeit lehrten viele Astrologen an Universitäten und waren fester Bestandteil an vielen Herrscherhöfen. Das änderte sich allerdings zur Zeit der Aufklärung, in der man in der Astrologie einen wissenschaftlich haltlosen Aberglauben sah. Im modernen Zeitalter erlangte sie Ende des 19. Jh. ausgehend von England wieder neuen Aufschwung und auch in Deutschland wurde das Interesse an der Astrologie durch verfeinerte Deutungsmethoden und die Einbindung psychologischer Aspekte neu belebt.

Bausteine der westlichen Astrologie

Die Astrologie, wie sie in der westlichen Welt verbreitet ist, baut auf dem System der Babylonier auf, die ca. 2000 v. Chr. die Einteilung in die tropischen Tierkreiszeichen vornahmen. Zu jener Zeit deckten sie sich räumlich mit den siderischen Sternbildern, Gruppen zusammengehörig betrachteter Sterne. Die tropischen Tierkreiszeichen ergeben sich aus der Ekliptik der Sonne, das ist die scheinbare Bahn der Sonne im Jahresverlauf. Ausgehend vom Frühlingspunkt wird diese Bahn in 12 gleichgroße Abschnitte zu je 30° aufgeteilt, beginnend mit dem Tierkreiszeichen des Widders. Je nach dem Stand der Sonne zum Zeitpunkt der Geburt ergibt sich ein bestimmtes Tierkreiszeichen, das sehr geläufig, aber nicht ganz korrekt, auch Sternzeichen genannt. In hellenistischer Zeit wurde das System der Tierkreiszeichen durch die zwölf Häuser, die sieben klassischen Planeten (zu denen in der Astrologie auch Sonne und Mond zählen) und die Aspekte, also die Stellung der Planeten zueinander, vervollständigt. In der Neuzeit kamen noch die erst später entdeckten Planeten Uranus, Neptun und Pluto hinzu.

Spricht man heute von der klassischen Astrologie, dann meint man damit die in Europa vom Spätmittelalter bis zur Frühneuzeit verwendeten Astrologie, also einem Zeitraum von ca. 500 Jahren. In der traditionellen Astrologie herrscht eine sehr deutliche Schwarz-Weiß-Malerei, denn es gibt strikte Einteilungen in „gute” und „schlechte” Faktoren. Außerdem wird die klassische Astrologie oft dahingehend kritisiert, dass sie einen deterministischen Standpunkt vertritt, was so viel bedeutet, dass der einzelnen Mensch ein vorbestimmtes Schicksal hat und diesem nicht entkommen kann. Vielleicht kann die klassische Astrologie in der heutigen Zeit nicht mehr zufriedenstellende Antworten liefern, denn die individuelle Freiheit der Menschen bewirken eine größeren Wahlmöglichkeiten des Einzelnen. Trotzdem beinhaltet die klassische Astrologie einen umfangreichen Wissensschatz, der in den neueren Orientierungen der Astrologie, wie zum Beispiel der Psychologischen Astrologie, zunehmend in Vergessenheit geraten ist. In den letzten 20 bis 30 Jahren wurde die rein prognostische Astrologie durch Elemente der Psychologie erweitert. Die Psychologische Astrologie gibt im Unterschied zur klassischen eine detaillierte Aufzeichnung zur Wesensstruktur des einzelnen Menschen. Hier steht der Mensch als Individuum im Mittelpunkt und mit Hilfe der Symbole der Astrologie wird ein sehr tiefgründiges Bild des Charakters gezeichnet. Der Einfluss des Geburtshoroskops, das die Grundlage bildet, erklärt die Zeitqualität zum Zeitpunkt der Geburt und von hier ausgehend, für die einzelnen Phasen des Lebens. Als solches dient die Astrologie dazu, Prozesse in der Entwicklung zu beschreiben und unterstützt den Menschen dabei, Entscheidungshilfen für die Lebensplanung zu finden.

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